Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

dämelen, dammelen

dämelen dammelen,
in einem halbbewusztlosen, bethörten, schlaftrunkenen zustand sich befinden, herumschlendern, albern, unklug sich benehmen, faseln, allucinari. niederd. dameln Brem. wörterb. 1, 183. dammeln Quickborn 285. vergl.dämmer crepusculum,
der einher dammelt nach gedunken
sam ob er für und für ganz trunken.
Eyering Sprichw. 3, 87.
aber die mutter dammelt wie das töchterchen Hermes 3, 257. wo auch dömeln geschrieben wird, ich dömelte neben her 1, 413.
der eine läuft den andern um,
der schreit und macht den rücken krumm,
und alles schmaust und dammelt
Voss 4, 198.
barsch durchkältet der ost: wer im sturm lustreiset, ist unklug:
nur ein wähliges paar wie das unsrige dammelt hindurch wol.
Idyll. 16, 120.
activ heiszt es in Liefland das kind schaukeln um es zu beruhigen, zum schweigen zu bringen; s. Hupels idiotikon 46.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 703, Z. 15.

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Zitationshilfe
„dämelen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%A4melen>, abgerufen am 09.08.2020.

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