Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

dämmerig

dämmerig,
subobscurus, wie dämmerhell. es wird schon dämmerig die nacht beginnt oder der tag bricht an. ein dämmeriger tag ein trüber, nebeliger, wenn die sonne nicht durchbricht. sobald es nur dämmerig wäre worden Felsenb. 4, 329. am kornmarkt machte der spenglersjunge rasselnd seinen laden zurechte, begrüszte die nachbarsmagd in dem dämmerigen regen. es war so was ahndungsvolles auf den künftigen tag in dem grusz Göthe bei Schöll 159. uneigentlich für verdrieszlich, abgespannt, o dasz es vorbei ist! dort alles so herrlich, und so dämmerig jetzt, so gar ärgerlich! Klinger Theat. 2, 198. ein dämmeriger mensch in dessen kopf es erst anfängt hell zu werden. lebe aber- und abermal wol und lasz uns einander stärken im edlen und erhalten im licht, denn des lumpigen und dämmerigen ist gar zu viel in der welt. Göthe an Lavater 92.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 710, Z. 29.

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Zitationshilfe
„dämmerig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%A4mmerig>, abgerufen am 03.07.2020.

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