Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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dauberich, däuberich, doberich, m.

dauberich däuberich doberich, m.
narr, einer der die tobsucht hat. daub heiszt nicht blosz surdus, sondern auch thöricht, zornig und gehört mit toben zu einem stamm. daher in der Schweiz die täube der zorn, tauberech, täublig, täubling, taubeli eine brausekopf, jähzorniger, taubeler der irre redet, dummes zeug spricht Tobler 132. Stalder 1, 272. Schmeller 1, 423. Schmid 120. tauber, reder rabula, in tauber weis furiose Maaler 399ᵇ. das macht dich nit zuͦ eim dauberich oder zuͦ eim narren Keisersb. Omeis 26ᵇ. wilt du den oder sich selber mit gewalt von der gewonheit bringen, so wurd der mensch verderbt und würt zuͦ eim deuberich ders. Staffeln 42ᵈ. wirst zu einem deuberich, den würd aus dir ein schellkopf ders. Bilger 159ᵈ. Zacharias ward zu eim stummen und dazuͦ zuͦ eim töberich, also dasz er weder reden noch hören kunte ders. Postille 168ᵇ. 191. s.däuben.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 830, Z. 74.

täuberich, m.

täuberich, m.,
mnd. dûverich (Schiller-Lübben 1, 607ᵃ), was tauber und eine erweiterung desselben, vergl. gänserich: gleicht er nicht einem satten täuberich, der mit vollem kropf auf dem kornkasten sitzt? Freytag ges. werke 10, 24; euphemistisch hol mich der täubrich (der teufel, vgl.kukuk II, 3) Hermes Soph. 6, 309. Wander sprichw. 4, 1047.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 178, Z. 24.

tauberich, täuberich, m.

tauberich, täuberich, m.
eine erweiterung von tauber (der taube): der was stumm und ein touberich und was dazuͦ blind, ... das ist der hett bei im ein teufel und der selb teufel hatt in stumm, toub und blindt gemacht. Keisersberg post. 2, 53ᵃ; do warde er (Zacharias) zuͦ einem stummen und dazuͦ zuͦ einem töuberich, also das er weder reden noch hören kond. 4, 3ᵇ; wer aber .. seinen bruͦder lesteret und im spricht, du narr, du gouch, du schelm, du tummer esel, töuberich (s. däuberich th. 2, 830). 3, 57ᵇ. vgl. das zweite täubin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 178, Z. 30.

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Zitationshilfe
„däuberich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%A4uberich>, abgerufen am 15.06.2021.

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