Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

dörflich, adj.

dörflich, adj.
zum dorf gehörig, ländlich, von dörfisch unterschieden, das meist tadelnd gebraucht wird.
ir dorflich berd (gebärde)
sein lachenswerd,
mand mich eins alten affen.
(Georg Forster) Der vierdt theyl newer teutscher liedlein (Nürnb. 1556) nr. 9.
dörflich paganus Alberus Nov. dict. mm iij. dörflich, das zu den dörfern gehört Henisch 731.
bei dörflichen sitten
in moosigen hütten,
da wohnet die liebe noch lauter wie gold
Stolberg 1, 125.
der besitz des freiguts nöthigte mich den dörflichen verhältnissen näher zu treten Göthe 31, 82. die dörfliche jugend Klamer Schmidt.
hinten im dörflichen park ein unabsehbarer aufzug
Voss.
er scheut sich nicht selber mit hand anzulegen, wenn deine dörflichen tischler sich oft sehr ungeschickt benehmen Tieck Tischler 1, 259.
also vermengt dem geplätscher des bachs sich der dörflichen flöte,
stimmt sie am ufer der hirt, langeverhallender ton.
Platen 50ᵃ.
die dörflichen sänger Auerbach Dorfgesch. 2, 512.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1282, Z. 78.

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Zitationshilfe
„dörflich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%B6rflich>, abgerufen am 05.07.2020.

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