Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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düfteln

düfteln.
1.
intrans. feinen dunst, feuchtigkeit ausströmen, nässeln, widrigen geruch von sich geben Stalder 1, 324. Schmeller 1, 359.
2.
trans. tüftele eier weich siede, dünste, dämpfe sie weich Buch von guter speise 18. 3. wie difteln.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1503, Z. 13.

difteln, düfteln

difteln düfteln,
genau, pünctlich ausarbeiten, ausdifteln. oft hat es den nebenbegriff von kleinlichem, langsamem arbeiten, er diftelt den ganzen tag und bringt nichts zu stand. als junge mädchen werden wir gewöhnt mit den fingern zu tifteln (feine arbeiten zu machen) und mit den gedanken umherzuschweifen Göthe 22, 65. dann uneigentlich, nachsinnen, nachdenken, grübeln Reinwald 1, 20. Schmeller 1, 358. in dem nassauischen kreise Siegen sagt man defteln H. Schütz Siegerländer sprachidiom 1, 25ᵇ. du sollst nicht über die religion grübeln und düfteln Hebel Schatzkästlein 276. phantasieren und difteln Lücke in den Götting. gel. anzeigen 1854 s. 200. in den briefen zeigt alles den schreiber noch ganz in die gedüftelten geschäftchen des tages mit pedantischer pünctlichkeit vertieft Gervinus Gesch. des 19ten jahrh. 1, 73.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1857), Bd. II (1860), Sp. 1149, Z. 38.

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Zitationshilfe
„düfteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%BCfteln>, abgerufen am 14.07.2020.

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