Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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düngen

düngen,
früher dungen, stercorare, wie bedüngen, mhd. tungen Ben. 3, 130ᵇ, ags. dyngan, engl. dung, in der Schweiz dummen Joh. Ruff Adam und Heva 681. Stalder 1, 326. tungen die acker Diefenbach Wörterb. v. 1470 sp. 191. tungen mit mist Voc. incip. teut. y 4. dungen, misten, scheiszen Voc. theut. 1482 f 4ᵃ. tungen oder fruchten fructificare, fecundare, rigare hh 3. düngen tuͦngen stercorare Lexicon trilingue. dungen Serranus Synon. libellus 54ᵃ, im Diction. düngen 26ᵇ. ebenso Alberus Kiij. Dasypod. 232ᵃ. 317ᶜ. tuͦngen, bemisten Fries 1240ᵇ. dungen Schönsleder L 4. dungen tungen, bemisten, bessern Henisch 768. düngen Rädlein 205ᵃ. düngen Frisch 1, 211ᵃ. s.andüngen. bedüngen.
seine kinder tet ich daran eren
und im auch sein misthaufen meren,
das er sein ecker tunget dest pas
Fastnachtsp. 221, 20.
er (der acker) ist einer solchen guten art
er tungt sich selber alle fart
und ist an dem Leckfeld gelegen.
517, 13.
mit irer herde die ecker beligen und tüngen Kirchhof Wendunmut 240ᵃ. so musz man das feld die erste zwei jar tünchen und bemisten Sebiz 20.
der abt hett einen eignen man
so sich nam dises gartens an
mit düngen schneiden und mit wessern.
Wickram Pilger 75.
der grause schauplatz herber pein
wird künftig mehr denn fruchtbar sein,
nun ihn das blut gedünget
A. Gryphius 2, 229.
das kraut fleiszig auszreuten und das land tungen, misten Henisch 768. das wol gegraben und gedungt land in better (beete) ausztheilen das. es ist nicht gut auf einmal zu vil dungen, sondern wenig und oft das. man sol den acker nit zu wol dungen das. die ebne felder sollen wir dünner, die bühel dicker dungen das. ein mageres land misten, dungen das. je elter ein mist, je weniger er dungt das. 'sehet nur zu dasz euere amaranthen nicht verdorret sein.' 'es hat keine noth,' versetzte er, 'sie sind schon gut gedunden (für gedungt): sie werden schon nicht verwelken' Ettner Unwürd. doctor 331. die neuen felder düngen Steinbach 1, 308. bildlich,
dünge nicht das feld dem leben
mit der asche der gefühle
Lenau Neu. ged. 208.
sprichwörter. desz herren aug dungt den acker wol Henisch 768. es dungt kein mist den acker so wol als der dreck den der herr mit seinen füszen darauf tregt das.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1531, Z. 12.

düngen, n.

düngen, n.
mit düngen die erde erquicken stercoratione terram refovere Steinbach 1, 308. das düngen zu rechter zeit anstellen das.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1531, Z. 56.

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Zitationshilfe
„düngen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%BCngen>, abgerufen am 07.07.2020.

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