Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

dünkling, m.

dünkling, m.
wie dünkler. einige meiner bisher einzeln erschienenen gedichte haben, das weisz ich gewis, vielen wackern leuten gefallen, und von andern, wofern eigenes urtheil nicht gänzlich fehlt, darf ich ein gleiches vermuten. der entschlusz also sie in einem eignen band für meine freunde zu sammeln, scheint keiner entschuldigung weiter zu bedürfen. darum aber ist es mir noch lange nicht gemüthlich mit der gebärde des dünklings der sich oft so gern für edeln stolz verkaufen möchte, mein selbstzufriedenes ich hier vor mir her zu lächeln oder zu schnauben Bürger 323ᵃ. nur die unerfüllten weissagungen hochtrabender politischer dünklinge, unwissender und gedankenloser prunkredner u. s. w. strafet am ende mit recht ein lautes hohngelächter 400ᵇ. und alle politischen gründe, warum es für jetzt noch nicht rathsam sei die papistischen ansprüche weiter zu treiben und vor aller welt zu offenbaren, vermochten nichts über den frömmelnden dünkling 414ᵃ. aus dem stumpfsinne lebensarmer dünklinge Meyern 1, 285.
stolz durch geniuskraft, verschmäht (ihr dichter) dem dünkling
mit dem stachel zu drohn! werklose hummeln
hört die bien im vorbeifliehn,
fertiget honig und singt.
Voss 3, 67.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1551, Z. 54.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
durchwirbeln
Zitationshilfe
„dünkling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%BCnkling>, abgerufen am 04.07.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)