Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dürangeln

dürangeln,
durchprügeln, quälen, plagen, in Hessen auch düringeln, niederd. dörrangeln Schütze Holstein. idiot. 3, 273. dür ist durch und wie dürrängeln heiszt rängeln, krangeln in der Mark prügeln, rängel prügel (Frommann Mundarten 3, 367. 368). niederd. rangeln ringen, rangen wild und wüst zu werke gehen, schweiz. rangga nörgeln, etwas durch unablässiges hin- und herreden erzwingen wollen Tobler 359ᵃ. ranggeln, ränggelen sich schläfrig dehnen, strecken Stalder 2, 257. engl. wrangle zanken, streiten. man sagt in Hessen der knabe düringelt seine mutter den ganzen tag und will geld haben.
o geh nur hin, du galgenschwengel,
du dölp, eh das ich dich dürengel
H. Sachs 2. 2, 28ᵃ.
range ein ungezogener bösartiger knabe gehört hierher.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1567, Z. 68.

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Zitationshilfe
„dürangeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%BCrangeln>, abgerufen am 13.05.2021.

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