Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dachtraufe, f.

dachtraufe, f.
das vom dach herabtröpfelnde wasser, compluvium. das genus schwankt wie die form traufe und trauf. ahd. dachtrauf, tachtroph n. Graff 5, 530. mhd. dachtroufe f. dachtreuf Voc. teut. 1482 e 5ᵇ. die tachtrauf stillicidium Maaler 397. Henisch 631. die dachtraufe Stieler 323. der dachtrauf in der Wetterau. o weh! o weh! unter der dachtraufe! Fr. Müller 2, 67. es heiszt auch soviel als dachrinne, und bezeichnet ferner den untern rand eines daches, der die wand des gebäudes überragt. die dachtraufe bezeichnete die grenze der hofstatt, ihres rechts und ihres friedens, wan so ferre wil ieman win verchoufen, der sol in geben mit dem eimer uzerhalb dem tachtroufe Wackernagel Baseler dienstmannenrecht 11, 7; vergl. die anmerkung dazu s. 36 und RA. 549.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 670, Z. 12.

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Zitationshilfe
„dachtraufe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dachtraufe>, abgerufen am 02.12.2021.

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