Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dalle, telle, f.

dalle telle, f.
eine kleine vertiefung, locus depressus, scheint ein diminutivum von thal, ahd. talili telili n. vallicula Graff 5, 397. täle vallicula Maaler 397ᵇ. bei Stieler 2253 tälelein. in Hessen, bei Koblenz, im Henneberg. dälle, telle Reinwald 1, 163. dänisch däl, durch eindrückung verursacht, norweg. ist däle döle eine kleine rinne, besonders in einem acker Aasen 75 und isländ. dæld ein kleines thal, lacuna. ob das ahd. tuola f. und tuillili n. mit gleicher bedeutung, auch gleiche abstammung haben ist noch nicht sicher, dazu gehört tuele in der Schweiz (Stalder, 1, 324); dule in Schwaben (Schmid 147) und duelen vertiefung an einem körper, besonders eine durch beschädigung entstandene bei Schmeller 1, 566, beide formen können von einem verlornen starken verbum abstammen. wo sie hingedrückt hatte, eine dalle blieb, gleich als wann man in schmeer drückte Salinde 130. in der Schweiz ist bachtale ein doch nicht tiefes bett eines baches Stalder 1, 259.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 699, Z. 76.

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Zitationshilfe
„dalle“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dalle>, abgerufen am 28.10.2021.

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