Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dankhab, dankhabe, m. und n.

dankhab dankhabe, m. und n.,
umstellung von habdank, habedank; vergl. dank 6.
war mir etwan ein masz bier bschert,
und ich dem würth ein trunk verehrt,
soff ers halb ausz, mir darfür gab
ein gramerschy (grand merci) oder dank hab.
Weller Fischarts poesien 53.
doch will ich lieber sein content
unter eins andern regiment,
als selbst tragen solger sorgen last,
drunter man zum dankhab wird verhaszt.
Jac. Vogels Ungrische schlacht (Jena 1626. 4.) 10.
was uns die königliche mutter, im fall wir sie gebührend und beständig ehren, zum mütterlichen dankhabe verheisze, mitbringe Mart. Rinckarts summarischer discurs und durchgang (Leipz. 1645. 8.) 3. ich habe zween kasten, in dem einen ist geld, in dem andern dankhabe Ernst Wolgemut 500 frische hauptpillen (1669. 8.) 153. statt der vielen verehrungen ein schlechtes dankhab bekommen Amande und Amandus 39. sprichw. mit dankhab schmelzt man keine suppe worte allein genügen nicht Lehmann Floril. 133. ein diener dient umb geld und nicht um dankhab 143. in der Schweiz gilt noch dankeigist, von dem ahd. eigan haben, das im mhd. sich in der form heigen (Ben. 1, 415ᵃ) aber selten zeigt. aber dankeigist, und behüte dich gott Jeremias Gotthelf Bilder und sagen 5, 94. dankeigist du 5, 94. ebenso
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 737, Z. 47.

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Zitationshilfe
„dankhab“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dankhab>, abgerufen am 02.12.2021.

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