Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

danlag, wol n.

danlag, wol n.
wie gelag, sanfter abhang, mäszige abschüssigkeit, proclivitas. Stieler hat 1111 das adj. und adv. läg und läge, ein läger ort declivus locus, läges land regio humilis. bei Schmeller 2, 447 das adj. läg, geläg, gelägelich, abläg sanft geneigt, nicht steil, ebenso anläg, angläg sanft aufwärts, und im Theuerdank
dahin ist ein böser weg,
stickel und gar wenig anleg.
es könnte aber auch danlage f. vorkommen, wie ablage, abläge in dieser bedeutung, bei Stieler findet sich läge declivitas, und lägheit, lägigkeit. dan ist das ahd. dana, mhd. dane, so im ahd. dananumft, danatrîb (Graff 5, 43), mhd. dankêre, danevart, dannenwanc, danwert; vergl. das engl. downwards. fällt der gang seiger (senkrecht) und gewinnt drauf ein danleg, oder stürzt er sich, so will mans für besser achten denn wenn er gar zu flach fällt Mathes. 34ᵃ. wenn aber die gebirg ihr danlag und gehäng und ein feine senfte haben und viel sonne 37ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 740, Z. 16.

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Zitationshilfe
„danlag“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/danlag>, abgerufen am 06.12.2021.

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