Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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darmen

darmen,
s. dirmen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 781, Z. 27.

därmen

därmen,
wenn bei einer wunde die gedärme heraustreten Stieler 282.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 781, Z. 28.

dirmen, dermen, tirmen, darmen

dirmen dermen tirmen darmen,
destinare, consecrare, aus dem latein. terminare gebildet.
1.
bestimmen, anordnen, zueignen. want er (gott) daz mennischlich geslehte ze dem lebine geterminit hete, sô ne wolter des niht gestaten, daz iz iemer mêr in dem tôde bestüende Fundgr. 97, 31. die dar getermet sîn, daz si daz swert tragen 113, 18.
sint wir doch alle zuo dem grabe
sîn getirmet über al
Reinbot 897.
ê daz untugende galle mit ir hôchvart under in (den Lucifer) wart getermet
Jüng. Titurel 12.
und wære er selbe ein trache als den er fuort, er wær zem tôde getermet
4440.
diu frîe wandelmâles het ir stæten muot alsô getirmet
5200.
sîn erbeschaft
dar zuo her getirmet was
Ottacker.
swelch mensche dazu getirmet wird, und derselbe gabe (die sieben canonischen stunden) nit beget, der ist sinem schöpfere sines dienstes enprosten Frisch 1, 311ᶜ. wir burgermeister und gesworn rat bekennen das der nuwe grosze kelch und das nuwe pacem von frommen innigen luten der ewigen messen unsers herrn Jesu Christi unde unsern lieben frauwen altar zu geschickt unde getermet sint ewiglich da bie zu bliben Freiburger protocoll v. 1452. das wir (Wilhelm markgraf von Meisen) unsern lieben getruwen zu Alten Dresden bürgerrecht gegeben und den fleg im zu einem wigbilde uszgesatzt, getirmet und gemacht haben Privil. v. Dresden v. 1403 bei Menken Script. 3, 1050. er hat ihm schläge, er hat ihm seine werkstatt getirmt Schmid Schwäb. wb. 129.
2.
weihen, consecrare. wand in der toufe wirt der mennisch dem leiden vîent entsaget und wirt got getermet Fundgr. 85, 17. weil unser schwermer nicht consecrieren oder darmen Luther 3, 473. und schwüren wol einen eid auf iren rattenkönig, es könne niemand on ire weihe und chresem das sacrament wandeln oder, wie sie sagen, tirmen, er sei so heilig oder grosz er wölle 6, 97ᵃ. denn die engel im himel haben solch gewalt nicht, die ein geweihter priester hat zu tirmen oder zu wandeln das. ist einer zu einem phaffin getermit Sächs. weichbild bei Haltaus 1787. So auch betirmen (Haltaus 158), betermeln (Frisch 2, 369ᵃ).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1857), Bd. II (1860), Sp. 1184, Z. 70.

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Zitationshilfe
„darmen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/darmen>, abgerufen am 04.08.2021.

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