Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

darohne, adv.

darohne, adv.
ohne das, ledig davon, des ohnig (mhd. ænec), wie in der alten sprache âne wesen, werden eines dinges vorkommt, aber ein ahd. dâr dara âna oder mhd. dar âne ist nicht nachzuweisen. Luther gebraucht es nicht, Maaler, Henisch, Stieler, Frisch, Steinbach führen es nicht an, noch weniger ein neueres wörterbuch; in der sprache der kanzlei und des volks kommt es wol vor, in der heutigen schriftsprache selten, wo es denn freilich darohne nicht abgeht dasz die diversen masken einander nicht auch diverse gesichter schneiden sollten Falk Elysium und Tartarus 1806. s. 266. er hat den kopf immer voll intriguen und ränke und meint andere leute könnten ebensowenig darohne leben Lenz 1, 278. es kann darohne gar nicht ein einiges sein Fichtes nachgelassene werke 1, 125.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 785, Z. 53.

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Zitationshilfe
„darohne“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/darohne>, abgerufen am 03.12.2021.

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