Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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darpacken

darpacken,
aufhäufen, exaggerare, einstopfen, confarcire Henisch 566.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 785, Z. 68.

tabak, m.

tabák, m.

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tübak Diefenb.-Wülcker 871 (vom jahre 1650, Bingenheim). das mit der sache aus Amerika stammende und in allen modernen sprachen verbreitete wort (span. tabaco, ital. tabacco, franz. tabac, engl. tobacco, nnl. tabak) bezeichnet ursprünglich (in der indianischen mundart der insel Guanahani) die durch wickeln eines maisblattes gemachte cylinderförmige rolle, die mit dem trockenen kraute gefüllt, an dem einen ende angezündet, am andern in den mund genommen und so der rauch eingesogen und wieder ausgeblasen wurde, s. R. Dodoens cruydeboek (1553 und 1646) 740. Tiedemann geschichte des tabaks 1 ff. Diez⁴ 312: indem ich (tabacteufel) den Spaniern den tubac in den kopf gebracht, habe ich ihnen mehr geschadet, als der könig in Spanien den Indianern mit allen seinen Columbis, Pizarris u. s. w. Philander (1650) 1, 653; teufel, der aus Armenia den toback in Europa überbracht. Abr. a S. Clara Jud. 3, 106; felder mit tabake bepflanzet. Haller tageb. 22 Hirzel; wilder tabak, ganswurz, doronicum austriacum Lexer kärnt. wb. 49, wilder tobak, rumex crispus Nemnich 1, 1185; plur. tabake, tabaksorten, in-, ausländische tabake. Bavaria 4, 490.
1)
man unterscheidet rauch-, schnupf- und kautabak, und darnach heiszt es tabak rauchen, schmauchen, früher (weil man den rauch schluckte) und noch mundartlich tabak trinken, saufen, s. unten und Freytag ges. werke 20, 88. 437: eine pfeife tabak, s. pfeife 3, c;
der rauchende tabak ...,
der uns umnebelt gantz.
Fleming 165;
wie dasz glaub und treu ietzund nur wie rauch man achten mag?
sehen wir nicht, dasz Deutschen ietzt gerne trinken rauch-taback?
Logau 2, 3, 5;
ich hab auch gesehen, das einer taback mit dem wein eingetrunken und lang hernach den dampf zu der nasen wider auszgelassen. Philander (1650) 2, 257; tubac sauffen 1, 364;
(sie) sitzen da und sauffen taback,
und han nicht ein stück brot im sack.
654;
Franzosen, .. die ohne tuback - sauffen nicht leben können. 2, 214; hernach habe er zu Cölbe ein pfeiff tubac getrunken. Marburger hexenprocessacten vom j. 1659 bei Vilmar 416; tobak schnupfen, essen und trinken, dadurch die natürliche empfängnisz hindern, oder gar abtreiben. supplik der gerichte Kufstein, Rattenberg und Kitzbühel an die landstände vom jahre 1665 bei Schm.² 1, 578; eine pfeiffe toback trinken. Schuppius 630; ich kan den rauch nicht vertragen, wann andere leute toback sauffen, viel weniger kan ich ihn im munde leiden. ebenda; die soldaten halten den toback für ein solch gesundes werk, dasz sie vermeinen, wann Methusala hätte toback getrunken, er lebete noch bisz auf die heutige stunde. 577; tabak sauffen Simpl. 1, 406, 27. 3, 175, 30. 4, 234, 24 Kurz;
bald trinkt man den taback mehr als verliebte wässer.
Chr. Knorr, schles. Helik. 245;
iez trink i no túbak,
asz i nit vertschlof.
Hebel (1843) 2, 23;
toback schmauchen, nicotianae aridae fumum per arundinem haurire Stieler 1867. Voss ged. 6, 174; das tobacks-schmauchen Stoppe ged. 1, 24;
sprich nicht, weil ich gerne rauche,
tobak sei mir mehr als du.
1, 41;
er hatt noch seine zähn, ob zwar gar schwartz wegen dasz vielle tapackdrinken. Elis. Charl. (1867) 274; womit er sich am meisten erhelt, ist mit dem tabackrauchen; alle tage nimbt er etliche pfeiffen taback. 475;
so dampfte der toback, den das geschwärzte rohr
durchglimmt zurücke liesz.
Zachariä (1767) 1, 52;
wie man bei bier und tabak über besiegte sich hebt.
Göthe 1, 408 (ged. 1, 359 Weim.);
ein starkes bier, ein beizender toback,
.. das ist nun mein geschmack.
12, 49 (Faust 831 Weim.);
geh nach haus .. sitz in dein zimmerchen bei tabak und bier. F. Müller Faust 79, 4 neudruck; pabst Urbanus viii. und Innocentius x. verbieten in einer bulla (1642 und 1650) unter straff einer excommunication und geistlichen banns, den taback in den kirchen und chor zu nehmen (zu schnupfen). Abr. a S. Clara Judas 1, 106;
ein landsknecht raucht, ein höfling schnupft taback;
doch wer ist hier am meisten fein?
der eine bläst ihn fort, der andre zieht ihn ein.
Wernike überschriften 5, 46;
stell den vermaledeiten kaffe ein, und das tobackschnupfen. Schiller 3, 360 (kabale 1, 1); eine prise tabak, s. prise 2; im gebirge ist das tabak keuen sehr üblich. Schm.² 1, 578; die immer .. tabak nehmen, kauen. Lavater nachgel. schriften 5, 91; gelbe lauge des gekauten tabaks. H. Heine 7, 284, s. kauen 1, c; henneb. eine pfeife tabak weit, so weit als man gehen kann, während man eine pfeife tabak ausraucht Spiesz 250; sprichwörtlich das ist starker, scharfer tabak (ein ungewöhnliches begehren, eine starke zumutung, unverschämte forderung) u. a. bei Wander 4, 985 ff.; ey! ey! das ist starker toback! Göthe br. 56 (1, 217) Weim.; das war starker taback. Gotthelf erz. 3, 22, tuback 64. 252; das war scharfer tobak. Holtei Lammf.² 1, 157. auch s. v. a. tabaksrauch: dem Resli kam der tabak in die kehle, er muszte husten. Gotthelf Uli d. knecht 58.
2)
die (früher und jetzt) gebräuchlichsten zusammensetzungen (eigentliche mit tabak-, uneigentliche mit dem genetiv tabaks-, s. auch oben das tabaktrinken, -saufen, -rauchen, -schmauchen, -schnupfen) mögen der kürze wegen hier in alphabetischer reihe folgen:
tabaksaccise
tabaksaccise s. tabaksgeld. —
tabaksacker
dann mit Boden auf die tobacksacker.
Göthe tageb. 1, 96 Weim.
tabaksasche
tabaksasche:
dasz die lauge deiner (des tabaks) asche
meinen cörper wasche.
Günther 719.
soll der divan .. durch die tabaksasche eurer einquartierung beschmuzt werden? Freytag ges. werke 5, 165, tabakasche 15, 201. —
tabaksbau
tabaksbau Jacobsson 7, 502ᵃ. Hebel (1843) 3, 250. —
tabakbauer
tabakbauer Kramer hoch - nidert. wb. 210ᵃ. —
tabaksbeet
erde zu den tabaksbeeten. Jacobsson a. a. o.
tabakbestaubt
unfrisirt, tabakbestaubt
fliegt er in das schlosz.
A. Grün ges. werke 2, 192.
tabaksbeutel
einen (in Einsiedeln) geweihten tabaksbeutel einzukaufen. Matthisson schriften 2, 179; die bürgerlichen brachten ihre tabaksbeutel mit. Freytag ges. werke 13, 21, tabakbeutel 15, 162. —
tabaksblase
eine seidene mit gold gestickte tabacksblase. Hebel schatzkästlein 169. —
tabakblatt
tabackblätter Ludwig 1932;
die tobacksblätter stellen mir
durch ihr rauchendes verglimmen
das schicksal meines lebens für.
Stoppe Parn. 172;
zu pulver zermalmen wie tabakblätter in einer schnupftabakstampfe. Gotthelf erz. 3, 175; tubacksblad, lappa Pritzel-Jessen 202ᵇ (Eifel). —
tabaksblume
tabacksblume, centaurea cyanus 86ᵇ, gnaphalium dioecum 169ᵇ. —
tabaksblüte
tabaksblüte, blüte der tabakspflanze.
tabakbrief
er kam mit einem tabakbrief voll zeitungen (s. brief 6). J. Paul biogr. bel. 1, 164. —
tabaksbruder
tabaksbruder, tabacarius (ähnlich wie saufbruder) Aler 1869ᵃ. Kramer hoch-nidert. wb. 210ᵃ. Wander sprichw. 4, 987: ein alter, geitziger tobacksbruder. rockenphil. 416 (3, 48). —
tabakbüchse
tabakbüchse, theca nicotiana Stieler 258, tabaksbüchse Thümmel reise 8 (1803), 131, tobaksbüchse Göthe 13, 60. H. L. Wagner die kindermörderin 28, 31 neudruck.
tabakscollegium
die einzigen vergnügungen, die er (könig Friedrich Wilhelm I.) sich erlaubte, waren die jagd, das spiel mit seinen hautboisten, und das sogenannte tabakscollegium, zu dem alle seine 'gute freunde' zutritt hatten. Becker weltgesch.⁴ 12, 261; in dem berühmten Potsdamer tabakscollegium ... war er (Leopold von Dessau) es allein, der nicht rauchte, aber dabei immer eine kalte pfeife im munde hatte. Auerbach ges. schriften 12, 66, vgl.tabaksklubb 13, 184.
tabakdampf
und dieser (degen) schimmerte nun schon in dem gemache
an der vom tóbacksdampf beräuchert schwartzen wand.
Pyra u. Lange 149 neudruck,
in seinen stillen betrachtungen störte ihn der tabaksdampf, der immer stärker und stärker wurde. Göthe 18, 139. 26, 281. —
tabakdose
tabackdose, pyxis nicotiana Stieler 349; eine venetianische, eine silberne tabakdose (tabattiere). Erberg 719ᵃ; müssige stunden, die sie zur auszarbeitung groszer kupferner tabakdosen anzuwenden pflegen. Haller tageb. 50 Hirzel;
dumm ist mein kopf und schwer wie blei,
die tobaksdose ledig, mein magen leer.
Schiller 4, 17;
dimin. tabaksdöschen G. Keller Seldwyla⁴ 2, 335.
tabaksduft
es steigt .. ein schwarzer tobacksduft
aus langen röhren auf, und trübt die dicke luft.
Zachariä (1767) 1, 34.
tabakernte
tabakernte, ernte der tabakblätter.
tabaksfabrik
tabaksfabrik Jacobsson 4, 355ᵃ; so müssen wir das leder zu brillen gebrauchen, wie die pferde in den tabacksfabriken. Platen 3, 86;
zu Dresden in der schönen stadt der Elbe,
wo's gibt taback- und stroh- und versfabriken.
H. Heine buch der lieder 230 neudruck.
tabakfeind
tabakfeind, alienus ab usu nicotianae Stieler 462.
tabaksfeld
haut die wälder aus,
macht uns ein tobacks-feld draus!
Günther 920;
die erste entblätterung des ganzen tabacksfeldes. Jacobsson 7, 503ᵇ. —
tabaksfeuer
tabacksfeuer Auerbach schriften 11, 156, tabakfeuer (zum anzünden der pfeife) Rosegger stoansteirisch, neue folge 72. —
tabakfreund
tabakfreund, freund von tabakrauchen oder -schnupfen, vgl. tabakbruder. —
tabaksgeld
die tabaksaccise ward 1754 aufgehoben, dagegen verfügt, dasz alle mannspersonen nach zurückgelegtem 14. jahre jährlich 8 schillinge tabaksgeld zahlen sollten. Kobbe Bremen u. Verden 1, 315. —
tabakgeruch
die mädchen klagten, dasz sie es vor tabakgeruch nicht mehr aushalten. Freytag ges. werke 4, 89. —
tabaksgesellschaft
es soll ihm vergönnt sein, in seiner tabaksgesellschaft beim teufel zu schwören. Rabener 4, 262, plur. tobacksgesellschaften H. Meyer kl. schrift. zur kunst 24, 27 neudr.
tabakhandel
tabakhandel, negotiatio nicotiana Stieler 754. —
tabakshändler
tabakshändler, marchand de tabac Rädlein 863ᵃ. Freytag ges. werke 15, 168. —
tabakhoke
tabakhoke, m. institor nicotianus Stieler 848. —
tabakhörnlein
tabakhörnlein, vasculum corneum pro tabaco 776. —
tabakinsel
tabakinsel, die insel Tobago Zedler 41, 1268. —
tabakskasten
die flasche mit wotka und der tabakskasten standen immer auf dem tisch des vaters. Freytag ges. werke 1, 17. 4, 158. 13, 21, tabakkasten 25. —
tabakskram
tabakskram Kramer hoch-nidert. wb. 210ᵃ. Herder ged. 325 H.
tabakskrämer
tabakskrämer was -händler Rädlein 863ᵃ, tobackkrämer pers. reisebeschr. 338ᵃ, tubackkrämer Philander (1650) 1, 351. —
tabakkraut
das tobackkraut seie unter die nahrungsmittel .. zu zehlen. Abele gerichtsh. 2, 311;
epheu crönt poeten;
doch um meine flöthen
soll tobacks-kraut blühn!
Günther 920;
ihr andern kräuter! seht nicht scheel!
wenn auch das tabakskraut bei mir den vorzug nimmt.
Stoppe Parnasz 173.
tabakskutsche
tabakskutsche 'heiszt in der Uckermark ein lager, worauf tabak zum trocknen ausgebreitet wird' Weber öconom. lex. 2, 581ᵃ; in anderer bedeutung bei kutsche 3, a.
tabakland
tabakland (vgl. -feld) Ludwig 1716. Frisch 2, 358ᵃ. —
tabaksmonopol
tabaksmonopol Freytag ges. werke 22, 408 u. anm.
tabaksmühle
tabaksmühle, eine mühle, worauf man den feinen schnupftabak mahlt Jacobsson 4, 355ᵇ. —
tabaksöl
tabaksöl, oleum nicotianae Zedler 41, 1265. —
tabakordnung
tabakordnung, leges tabacariorum Stieler 1399. —
tabakpfeife
tabakpfeife, tubulus Stieler 1438 (vgl. pfeife 3, c): etliche kerle, welche tabackpfeiffen im munde hatten, und so abscheulich schmauchten, als wenn sie die sonne am firmament verfinstern wolten. Weise erzn. 157;
(wenn die funken) den zunder - schwamm nach wunsche glimmend
machen,
so hört man schon voraus die tobacks-pfeiffen lachen.
Stoppe ged. 1, 113;
tabakpfeifenkopf Schedel waarenlex. 2, 561ᵇ, -krämer Weise erzn. 115 neudruck, -röhre Jacobsson 4, 356ᵃ, -stiel Felsenburg 2, 383, -stopfer Stieler 2134, -thon Jacobsson 4, 357ᵇ. nach der ähnlichkeit: ein pfeifenfisch, fistularia tabacaria (holländ. tabakspyp) Nemnich 1, 1629. Brehm thierl. 5, 591, tabackspfeifenfisch Oken 6, 96; die schneckenart murex colus Nemnich 2, 639; tabakpfeifenblume, aristolochia sipho Holl pflanzennamen 372ᵃ. —
tabakpflanze
tabackpflanze Ludwig 1932: die gerollten blätter der tabakpflanze. Freytag ges. w. 4, 69. —
tabakpflanzer
tabakpflanzer Kramer hochnidert. wb. 210ᵃ. —
tabakspflanzung
herrliches land mit tabakspflanzungen. Seume spazierg. 485. —
tabakspflaster
tabakspflaster, emplastrum nicotianae Zedler 8, 1082. —
tabaksqualm
meine seele, die in Deutschland so viel tabaksqualm ... eingeschluckt. H. Heine 4, 260. —
tabakrauch
tabakrauch, fumus ex accensa nicotianae herba Stieler 1528: den finsteren tabackrauch, welchen sie wacker soffen. Abele gerichtsh. 3, 36;
der knaster schmeckt mir mehr als noch einmahl so gut,
wenn dein gefällger mund mit mir ein gleiches thut.
denn rauchst du neben mir, so äfft mein miszvergnügen
dem tobacks-rauche nach und lernet aufwerts fliegen.
Stoppe ged. 1, 111;
ich ... bejammere die menschheit und lasz alle scheiskerle von philistern tobackrauchs betrachtungen drüber machen. Göthe br. 101 (2, 31) Weim.; übertragen: dasz ihm unbenommen bleibe, .. seinen satyrischen tabakrauch .. auszublasen. J. Paul biogr. bel. 1, 123. —
tabaksraucher
tabaksraucher, tabacarius Stieler 1528, tabakraucher Kramer nider-hocht. wb. 210ᵃ, tobackraucher Uz 1, 162 überschrift, tobacksraucher Göthe br. 768 (3, 266) Weim.
tabakräumer
tabakräumer was pfeifenräumer Stieler 1535. —
tabaksreibe
tabacksreibe, die schnupftabaksreibe, rappe Jacobsson 7, 506ᵇ. —
tabakrippe
tabackrippe oder -stengel Ludwig 1932. —
tabakrohr tabakröhre
tabakrohr, -röhre, was pfeifenrohr, -röhre; tabakröhrleholz, die heckenkirsche Nemnich 2, 443, schweiz. pfiffenröhrliholz Pritzel-Jessen 220ᵇ. —
tabaksrolle
tabaksrolle, tabaci in funis formam contorti volumen (vgl. rollentabak) Aler 1869ᵇ. —
tabakssalbe
tabackssalbe, unguentum nicotianae Zedler 41, 1266. —
tabaksame
vorrath an ... mindanaischen tobacksaamen. Felsenb. 2, 553; das glück einer pflanzung beruhet auf der güte des tabackssamens. Jacobsson 7, 504ᵃ. —
tabaksäufer
die tabacksäufer sind doch eigentlich nur den (mit dem tabakteufel) besessenen mänschen zu vergleichen, welche man beschwöret. Philander (1650) 1, 654; der feldmarschalk Schmalhans werde solcher armen tobacksäufer viel darnider machen. Schuppius 577; davon die tabacsauferei haubtschlüssel der teutschen u. ital. sprache (Augsb. 1648) 751. —
tabakschmaucher
tabakschmaucher Kramer nider-hocht. wb. 210ᵃ, -schmäucher Olearius pers. reise 293, -schmeucher Stieler 1251, die tabakschmeuchung ebenda.
tabakschnupfer
tabakschnupfer Ludwig 1392, die tabacschnupferei haubtschlüssel der teutschen u. ital. sprache (Augsb. 1648) 751. —
tabakschwamm
tabakschwamm, feuerschwamm J. Paul Tit. 2, 77. —
tabakspinner
tabakspinner, der die tabaksblätter in stangen und rollen zusammenschnürt oder spinnen läszt Ludwig 1932. Jacobsson 4, 359ᵃ, die tabackspinnerei Frisch 2, 358ᵃ. —
tabakstengel
tabakstengel, s. -rippe: nichts war den (dem luftballon nachlaufenden) fuszgängern .. hinderlicher als krautfelder und die sich noch befindlichen hohen starken tobak-stengel. Freytag ges. werke 21, 304 (vom j. 1789).
(sie hatten) unterm stutzbart einen tabaksstengel (cigarre).
Langbein ged. (1854) 4, 187.
tabaksteuer
tabaksteuer, vom tabak erhobene verbrauchssteuer (vgl. tabaksaccise, -geld) Kobbe Bremen u. Verden 1, 315 (1715 eingeführt). Freytag ges. werke 22, 408. —
tabakstopf
ein porzelliner tabackstopf. Hebel (1843) 4, 10. —
tabakstopfer
die füsze der ministerinn hätten, wie des dammhirschchen seine, zu tabackstopfern getaugt. J. Paul uns. loge 3, 13. —
tabakstube
tabakstube, conclave ultimum in aedibus, atrum et caliginosum Stieler 2216. —
tabakteufel
ich sahe unter der versamlung einen teuffel, welcher einen ewigen rauch zu nase und dem schnabel auszblasete .. und ward mir gesagt: es wäre der tabacteuffel. Philander (1650) 1, 653; mit dem tabackteuffel besessen sein. 654. —
tabaktrinker
tabaktrinker, tabakraucher Schm.² 1, 668; was hat ein tobacktrinker von seiner müh als ein maul voll stinkenden rauchs, der sich in seine haar und kleider setzet. Scriver andachten (1721) 323, appenz.:
en gueta tobacktrinker,
en alta hosastinker.
Tobler 152ᵇ.
tabakverbot
tabakverbot, verbot des tabakrauchens Zedler 41, 1267. —
tabakverleger
tabakverleger (in Österreich tabakverschleiszer), zwo tobakverlegerstöchter der hausball 16, 29 neudr.
tabakswolke
die bösen saszen ... unter dicken tabakswolken. Freytag ges. werke 20, 450. Auerbach ges. schriften 6, 184. 244, dim. tabakswölkchen Gotthelf erz. 1, 23.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 2, Z. 22.

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„darpacken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/darpacken>, abgerufen am 03.12.2021.

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