Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

daumenring, daumring, m.

daumen- daumring, m.
1.
ein ring der sonst als zierde am daumen getragen ward Frisch 1, 187. er hatte besondern werth und sein abdruck auf urkunden diente zur bekräftigung. der zwergkönig Laurin trägt den ring, der ihm die kraft von zwölf männern verleiht, nicht am goldfinger, sondern am daumen nach dem gedicht das dem Kaspar von der Röhn beigelegt wird, str. 31. 32. einer urkunde Friedrichs III. vom jahr 1497 war der kaiserlichen majestät daumring in gelb wachs und zwar auf den rücken des pergaments aufgedrückt, während das kaiserliche siegel mit dem doppelten adler in rothem wachs an der schnur hieng. Monum. boica 9, 487. zog auch den daumenring ab mit dem sigel Th. Plater 159.
auf eure supplication
bring ich euch hie von mein person
ein gut verschreibung unverruckt,
mits fürstens daumrinc unterdruckt.
B. Ringwaldt Plagium kaufungense act 5. sc. 6.
dasz wappenbrief, doctormitzlin (mützlein, doctorhüte), deumen- und fiegerling (l. siegelring) so misbreuchlich aufkommen Fischart Groszm. 46.
2.
so viel als daumleder.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 852, Z. 47.

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dazwischen
Zitationshilfe
„daumenring“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/daumenring>, abgerufen am 21.09.2021.

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