Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

daumenstock, m.

daumenstock, m.
so viel als daumenschraube. dumstock Voc. incip. teut. d 2. es begab sich auch da das man die daumenstock enger zuschraubet, da schrei er (Münzer) Luther 3, 131. bildlich, nun war der rath zu Taranta Solanden freilich nicht gar geneigt, dieweil sein vater Attalio als stadthalter ihm, dem rat, manchmal die politischen daumenstöcke angelegt, dasz geld und respect springen müssen Riemer Stockfisch 15. da lassen die eltern ihre söhne auf der universität über den büchern liegen, und wenn sie nach haus kommen und ein frauenzimmer bedienen sollen, so thun sie nicht anders als wenn sie daumenstöcke an händen und füszen bekommen hätten Gellert 2, 268.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 853, Z. 19.

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Zitationshilfe
„daumenstock“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/daumenstock>, abgerufen am 21.09.2021.

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