Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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daxen

daxen,
fichte pinus abies.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 871, Z. 38.

tax, taxe, m., f.

tax, taxe, m. f.,
im plur. taxe (Stieler 2267) und taxen, spätmhd. tax aus mlat. taxa (von lat. taxare), franz. taxe, engl. tax; nebenform die taxt (aus mlat. taxata Dief. 574ᵇ) Widmann Regensb. chron. 42, 3, der taxt Chemnitz schwed. krieg 1, 282ᵃ. Ludwig 1950.
1)
die schätzung, berechnung (ein achtung wie gut ein ding sye Dief. 574ᵇ), aestimatio Stieler 2267: dieser tax (berechnung, meinung der censoren) ist mir freilich mehr als zu wohl bekannt. der asiat. avantur., vorr. A 3ᵃ; keiner war, nach meiner taxe, unter zwanzig (jahre alt). Seume spazierg. 363.
2)
eine (nach der schätzung des eigenthums, der einkünfte) auferlegte abgabe, steuer, schätzung (beschatzunge, schatzunge Dief. 574ᵇ), vgl. datz, tatz: zol und tax. Segesser die eidgenöss. abschiede aus den jahren 1421 —1477 s. 57. Palacky urk. beiträge zur gesch. Böhmens u. s. w. (1450—1471) nr. 311; und der obern angezaigten taxt (steur 41, 16) wart nit gestanden. Widmann Regensb. chron. 42, 3 zum jahre 1521;
gar träglich (einträglich) seind die taxen.
Spee trutzn. 109 B.;
wer will nun überdenken,
was hoch und schweren tax
der welt sie (die bienen) jährlich schenken
an hönig und an wachs?
101;
um der taxe des spielamts überhoben zu sein. der hausball 10, 19 neudruck; handlungskrämer, die .. mit taxen beschwert wurden. Schiller 9, 393; eine neue taxe hat er aufgelegt, auf alles leder im lande u. s. w. Tieck 3, 332; von der schrecklichen last der taxen werden die armen zu boden gedrückt. H. Heine 3, 85.
3)
die schätzung und bestimmung des wofür zu zahlenden, preissatz, preis (besonders ein zwangsweiser und behördlich festgesetzter), eigentlich und übertragen: einen tax worauf schlagen, pretium rei imponere Stieler 2167; die heuser sind jetzt in einem schlechten tax, aedes hodie abjectae sunt. ebenda; dasz sie proviant und futter umb ihre bezahlung in billigem taxt haben können. Chemnitz schwed. krieg 1, 282ᵃ; der tax eines buches u. s. w. Ludwig 1950;
wer auf die lippen küszt, musz zwanzig thaler blechen,
die taxe läszt man itzt so gar in kupfer stechen.
Stoppe Parnasz 422;
nach der taxe bezahlte kniebeugungen. Börne 3, 9; die fleischer wollten zur vorgeschriebenen taxe nicht mehr schlachten. Freytag ges. werke 20, 163; ohrfeig um ohrfeig — das ist so tax bei uns. Schiller 3, 415 (kabale 2, 6); Wurm. die schöne supplikantin ist preises genug ... und einen vater werden sie (Louise) doch ... um diese gnädige taxe nicht überfordert finden? 443 (3, 6).
4)
überhaupt eine maszgebende bestimmung, vorschrift und norm: hastu dann einen tax im hause, warumb und wie vil der gast lachen solle? Albertinus landstörzer 30; der geitz het weder ziel noch tax. narrenhatz 115; so gar den königen wird ein tax vorgeschrieben: wann er könig worden ist, soll er nit vil ross halten u. s. w.; aber etlich kaufleut haben keinen tax, und seind unersättlich. 181; nun aber die schneider seith jahren ohne gesatz und tax lebten, und also selbst der hölle zulieffen, wäre er (der teufel) solcher mühewaltung (die schneider zu holen) uberhaben. Philander (1650) 1, 371.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 228, Z. 27.

taxe

taxe,
s. tax.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 229, Z. 18.

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Zitationshilfe
„daxen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/daxen>, abgerufen am 20.09.2021.

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