derlei
Fundstelle: Lfg. 5 (1857), Bd. II (1860), Sp. 1018, Z. 45
soviel als dergleichen. über lei s. die anmerkung zu allerlei und Benecke 1, 961. das wort kennen Dasypod. 314ᵇ. Maaler 89ᶜ. Stieler 298. Frisch 1, 192. es liegt meist etwas geringschätziges darin. derlei leute habe ich noch nicht gesehen. was mich wundert, ist dasz ich derlei in den schriften des weltweisen Feder gefunden habe. so etwas derlei abgenutztes Sulzer Literar. reise 64. derlei mittel in verdacht haben Claudius 8, 196. wo ich mich weder mit solcherlei lieb- noch hofschaften, noch mit derlei gestaltlosem inhalt befreunden konnte Göthe 45, 280. die albern genug bleiben, um sich mit derlei possen zu beschäftigen Tieck 1, 196. und derlei alte traditionen 1, 343. die form dererlei kommt jetzt nicht mehr vor; Schönsleder, Schottelius 1301, Stieler 298, Frisch 1, 192ᵇ führen sie noch an. werden auch durch dererlei einbildungen so aufgeblasen stolz, dasz sie u. s. w. Rompler Gebüsch vorr. 7. bei Keisersberg desgleichen und derselben lei Schiff der penit. 28ᵇ.
Zitationshilfe
„derlei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/derlei>, abgerufen am 06.12.2019.

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