Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

drachenbild, n.

drachenbild, n.
nachbildung eines drachen.
kaum stieg ich aus am heimschen strand,
gleich liesz ich durch des künstlers hand,
getreu den wohlbemerkten zügen,
ein drachenbild zusammenfügen.
auf kurzen füszen wird die last
des langen leibes aufgethürmet:
ein schuppicht panzerhemd umfaszt
den rücken den es furchtbar schirmet.
lang strecket sich der hals hervor
und gräszlich wie ein höllenthor,
als schnappt es gierig nach der beute,
eröffnet sich des rachens weite,
und aus dem schwarzen schlunde dräun
der zähne stachelichte reihn.
die zunge gleicht des schwertes spitze:
die kleinen augen sprühen blitze:
in eine schlange endet sich
des rückens ungeheure länge,
rollt um sich selber fürchterlich,
dasz es um mann und rosz sich schlänge.
Schiller 65ᵇ. 66ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1321, Z. 73.

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Zitationshilfe
„drachenbild“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drachenbild>.

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