Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dräu, drawe, drohe, droh, f.

dräu drawe drohe droh, f.
minatio, wie drohung, ahd. drawa drowa drôa Graff 5, 246, mhd. drouwe drowe dröu drô Ben. 1, 398ᵇ. dreu Passional 24, 82. 384, 21 Köpke. drouw Jeroschin 139. niederd. drau Brem. wörterb. 1, 242. ags. drea. wegen des umlauts vergl. dräuen und Gramm. 1³, 196.
hie dreuwe, dâ bete
Herbort 3425.
er sprach 'woltestu denn auch haben dein sinne,
nicht sprechen durch drew oder bitt'
Ambras. liederb. 240, 30.
darümb las wir uns treiben mit kainerlei dro.
Fastnachtsp. 729, 12.
läszt sich nit trow noch forcht bewegen
H. Sachs.
der on die drawe auch dem heiligen euangelio glaubt Melanchthon Anweisung in die heil. Schrift deutsch von Spalatinus (Augsb. 1523) 125. mit angehengter dräu Cammergerichtsordn. v. 1527. § 6. das ist die drewe uber die ruchlosen verstockten sünder Luther 3, 233.
da sprang ich auf und flohe
die länder all hindurch,
wo vor des wütrichs drohe
ich fände sichre burg
Rückert 170.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1342, Z. 75.

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Zitationshilfe
„drawe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drawe>.

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