Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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dreckicht, adj. und adv.

dreckicht, adj. und adv.
kotig, mit kot beschmutzt, bespritzt, unsauber, unrein, wie dreckig. do hub es an zu regen (regenen) stetes regens achte wochen. und wart also tief und dreckecht das man 6 adder 7 pferde muste vorspanne Konrad Stolle Thüring. chronik 181. ganz müd, nasz und dreckecht Kirchhof Wendunm. 143ᵇ. ein weit, dreckicht, katicht, tief, nasz feld ders. Milit. discip. 131. dreckicht coenosus, lutosus, sordidus Stieler 346. Rädlein 201ᵃ. s. drecklicht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1358, Z. 60.

dreckig, adj. und adv.

dreckig, adj. und adv.,
wie dreckicht, niederd. drekkerig Brem. wörterb. 1, 245. niederl. drekkig. dreckig coenosus Dasypod. 316ᵈ. dreckiges wetter das die straszen kotig macht. dreckig machen inquinare, conspurcare Frisch 1, 304ᵉ. ein dreckiges (schimpfliches) ende Kindleben Studentenlexicon 63.
su hob'n mer halt, weils drecki is,
den kürzstn wög gleich gnummã.
Weikert Nürnb. ged. 3, 38.
Sprichwörter. dreckiger fusz find allzeit etwas Henisch 745. ein mal musz der gläubiger den stecken am dreckigen ort nehmen (den schaden leiden), das andere mal der schuldner Jerem. Gotthelf Schuldenbauer 355.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1358, Z. 68.

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Zitationshilfe
„dreckig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dreckig>.

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