Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

drehlade, f.

drehlade, f.
dän. dreielad.
1.
wie drehbank. trelade, tornalis tornus Voc. theut. 1482 gg 8ᵇ.
2.
ein in der mauer angebrachter, sich umdrehender kasten oder schrank, womit man in ein anderes zimmer etwas herein und heraus schieben kann.
3.
bildlich, ein verwirrter mensch, der unentschlossen sich hin und her dreht Weinhold Schles. wörterb. 15ᵇ. auch in Thüringen gebräuchlich, doch mehr von frauen, von männern der drehnickel. dazu das verbum drehladern. in Leipzig ein drehläppischer mensch, auch das subst. drehläpsch, bair. drâel Schmeller 1, 409. vergl. drehpeter.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1367, Z. 61.

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Zitationshilfe
„drehlade“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drehlade>.

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