Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dreiheit, f.

dreiheit, f.
1.
die dreizahl, trias ein zal von dreien Dasyp. 250ᶜ. 316ᵈ. diu driheit der andern schar, die herscher, kreftger und gewaltscher Heinrich Suso in Wackernagels lesebuch 1. 884, 30.
2.
trinitas wie dreieinigkeit, dreifaltigkeit. da würt gemerket die heilig dreiheit Keisersberg Sünden des munds 41ᵇ. es ist wider die liebe des nächsten, weliche liebe got der sun gibt als wol als got der heilig geist und got der vatter. wann sie kümpt von der heiligen treyheit unverscheidlich 48ᵇ. die h. dreiheit die erschienen ist im touf ders. Postille 2, 30.
von diser dreihait (gottes) warer gründt
würt täglich in der prim verkündt
Schwarzenberg 154, 2ᵇ.
an dem sontag was der heiligen dreiheit tag Pauli xxvi. Agricola Sprichw. 219.
die dreiheit gots ich preisen wil,
die einig ist im wesen.
so lautet der anfang eines alten kirchenlieds in einer kleinen sammlung, Ein bewerte erznei allen kranken v. L. B. o. j. in 8. bl. 12ᵇ. von der göttlichen dreiheit Schleiermacher Christlicher glaube 2, 686.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1383, Z. 35.

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Zitationshilfe
„dreiheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dreiheit>, abgerufen am 20.01.2022.

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