Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

drittermann

drittermann,
ein geselliges spiel im freien. mehrere paare, bei welchem einer vor den andern steht, bilden, in einiger entfernung von einander aufgestellt, einen kreis, um welchen einer, mit einem plumpsack in der hand, einem andern nachläuft, bis dieser sich vor eins jener paare stellt, worauf der hinten stehende d. h. der dritte mann, wenn er nicht schnell entflieht, einen schlag mit dem plumpsack erhält. der geschlagene ergreift dann den plumpsack und läuft dem der ihn geschlagen hat, nach, um wieder da, wo dieser sich einem paar vorstellt, den dritten mann zu schlagen. so wird das spiel fortgesetzt, so lang man will.
welches fest man auch ersann,
ward umsonst begangen,
pfänderspiel und dritter mann
wollten nicht verfangen
Göthe 41, 28.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1424, Z. 62.

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Zitationshilfe
„dreimannhoch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dreimannhoch>, abgerufen am 29.11.2021.

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