Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dreischlag, m.

dreischlag, m.
1.
tact den der tanzende mit den füszen stampft Schmeller 1, 412.
2.
der sanfte paszgang oder antritt des pferdes. ein pferd so einen dreischlag gehet Henisch 747. den dreischlag in zelters weis gehen, tolutim 748. item den pasz gahn, den mittelpasz, den trosz, den tritt, den schritt, den trab, den trott, hoflin, den zelter, den klop, den treckenort, den camolin, den eselstritt, den treischlag, den stapf Fischart Garg. 132ᵇ. eure jetzt angezogene schluszrede ist nicht recht formieret: es mangelt ihr an der formlichen form und model. ich vermeine dasz sie vierfüszig sei, da sie doch nur drei stollen haben solte und auf dreien füszen den dreischlag haben, wie das röszle mit den dreien beinen Eselkönig 389. zucket mit dem einen fusz, als gienge er den dreischlag oder zelter Katziporus y 7ᵇ.
in unserm besten dreischlag — halt!
da stand auf einmal pferd und reuter
vor einem schlagbaum!
Gökingk 1, 97.
das pferd selbst, equus gradarius tollutaris, minutim ambulans, mollioris gradus equus Schönsleder L 4. s. dreischlagen.
3.
dreischlag, wenn drei personen in der scheune zusammen dreschen.
4.
in mühlen die drille, der drilling.
5.
ein grobes zeug, drillich, nach der mauthord. von 1765 federit Schmeller 1, 412.
6.
wie durchschlag, ein geschirr zum seihen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1390, Z. 37.

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Zitationshilfe
„dreischlag“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dreischlag>, abgerufen am 29.11.2021.

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