Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dreiseit, n.

dreiseit, n.
in der mathematik dreiseitige figur, dreieck. ein gradliniges entsteht, wenn drei gerade linien einander zu je zweien in verschiedenen puncten schneiden und durch das ganze eine ebene gelegt wird. ein sphärisches oder kugeldreiseit entsteht, wenn drei hauptbogen einer kugelfläche einander zu je zweien in verschiedenen puncten schneiden. die von diesen puncten begrenzten strecken oder bogen werden die seiten der figur genannt. in der hervorbringung sind dreieck und dreiseit verschieden, während die vollendeten gestalten als einerlei erscheinen. ein dreiseit das der kugelfläche angehört, heiszt rechtseitig, wenn eine seiner seiten gleich 90° oder über 90° ist, stumpfseitig. jedes dreiseit, welches zwei, drei, keine gleichen seiten hat, heiszt beziehungsweise gleichschenkelig, gleichseitig, ungleichseitig.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1391, Z. 25.

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Zitationshilfe
„dreiseit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dreiseit>, abgerufen am 29.11.2021.

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