drempel
Fundstelle: Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1400, Z. 38
mhd. schwelle, thürschwelle, altfries. drempel drompel drumpel Richthofen 691ᵃ. 694ᵇ. neufries. drempel Outzen 48, niederd. drumpel Brem. wb. 1, 261. Frommann Mundarten 3, 30, in Holstein drümpel Schütze 1, 262, niederl. drempel. in der dänischen volkssprache drämpel drympel Molbech Dansk dialectlexicon 84. wir gebrauchen es in der wasserbaukunst, wo es ein schwellengerüst ist von zwei in einem stumpfen winkel zusammengefügten zimmerhölzern, woran die schleusenthore anschlagen; es heiszt auch die schlagschwelle, das stämmgeschwell, der anschlag. oberdrempel ist die auszerhalb des bassins liegende schleusenschwelle, franz. seuillet d'en haut. unterdrempel die innerhalb befindliche, seuillet d'en bas, dann auch seitendrempel Beil 153. in der Grammatik (3, 432) wird das wort aus drampen trampeln treten abgeleitet, weil man mit den füszen die schwelle betritt. dürpfel hat gleiche bedeutung, aber eine andere abstammung. im ahd. kommt trembil mehrmals vor (Graff 5, 532), aber für trabea, toga, pallium: ist diese bedeutung aus misverständnis von trabea entstanden, zumal auch Ducange trabba trabs und trabea porticus tecta anführt, und eine altniederd. glosse trabea durch dremil erklärt?
Zitationshilfe
„drempel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drempel>, abgerufen am 16.10.2019.

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