Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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drielen

drielen,
beim essen über die unterlippe etwas herabflieszen, herabträufeln lassen, schlabbern; vergl. Schmeller 1, 488. Schmid 140. schwed. drälla stillare.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1408, Z. 26.

trielen, vb.

trielen, vb.,
von ¹triel gebildet, ein mundartliches wort mit gleicher verbreitung wie dieses, dazu elsäsz. truele, trüele.
1)
geifern, speichel oder flüssige speisen von den lippen rinnen lassen, wie es kinder und alte leute tun, beim essen verschütten, unreinlich essen u. ä., s. Schmeller-Fr. 1, 660; Lexer kärnt. 70 (trieln); Schöpf 756 (trielen, trölen); Schmeller cimbr. 179 (aus d. Bregenzerwald: trüle); Meisinger Rappenau 206 (triilə): der bube trielet aber, er zahnet gewisz Fischer schwäb. 2, 379; der alt kerl truelt noch wie e kleins kind Martin-Lienhart elsäsz. 2, 755;
syn brustduech glänzt schier glatt
vom mueme-n-un vom truele
Arnold pfingstmontag (1816) 118;
vgl. die redensart: lasz den schulzen (vorher) geiferen, der burgermeister wird schon trielen (d. h. er musz tun, was der schulze will) Fischer a. a. o.
2)
abgeleitete bedeutungen. schwäb. 'aus der nase flieszen lassen', s. Fischer 2, 379. 'heftig weinen' ebda. an etwas herum trielen umständlich darüber reden, in alles hinein trielen unberufen dareinreden, ebda.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1935), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 485, Z. 2.

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Zitationshilfe
„drielen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drielen>, abgerufen am 09.05.2021.

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