Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

driller, m.

driller, m.
1.
der soldaten einübt wie drillmeister armorum exercitator Stieler 330. vergl. die stelle aus Friedens wehklage unter drillen 10.
2.
ein quäler, peiniger, leutetriller exactor Frisch 2, 288ᵃ. Bernd Sprache in Posen 321.
die stadt (Braunschweig) thete gefallen
so manchem laurn und groben bawrn
wie auch den drillern (soldaten) allen
Soltau 2, 299.
die driller dachten hin und her,
wo kommen die vielen schüsz all her?
2, 304.
da ward aus kuhschwanz (bier) gänsewein,
des musten sie viel saufen ein,
bisz das sie trunken wurden.
solchs gehört den nassen brüdern zu,
und war der driller orden
2, 310.
das haben auch than der driller fahn,
und dürfens niemand klagen
2, 312.
ob ichs gleich nicht hab troffen,
dasz woll gefall den drillern all,
so thu ich dennoch hoffen
2, 314.
es findet immer ein triller den andern saepe vexator vexatorem vexat Stieler 330. daher bauerndriller wie bauernschinder Frisch 1, 207ᵃ.
3.
soviel als drillhäuschen Oberlin 1662. Schmid Schwäb. wörterb. 140. s. drille.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1412, Z. 5.

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Zitationshilfe
„driller“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/driller>, abgerufen am 31.07.2021.

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