Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

drittel, drittheil, n.

drittel drittheil, n.
der dritte theil eines ganzen. daz dirteil der sternen Predigt aus dem 13ten jahrhundert in Haupts zeitschr. 7, 145. der dritteil eins jeden dings, triens Maaler 92ᵈ. drittheil eines gewichts tertiarium 93ᵃ. seud das in vier pfundt wassers bisz dasz der drittheil eingesotten sei Euchar. Röszlin Hebammenbüchlin (1565. 8) bl. 71. was erkennt worden, da nicht zwei drittheil eines raths beisammen gewest, das gilt nichts Henisch 669. ein drittel mehr bieten. eine elle und ein drittel, ein halbes drittel.
von seinem gelde
war längst das drittheil abgesetzt
Hagedorn 2, 114.
hier gilts ein drittel des weltalls!
Voss Ovid nr. 25, 32.
dreimal rauft der sichere mann dem teufel den schweif aus.
neu zwar sprosset hervor ihm derselbige, aber nicht ganz mehr,
kürzer gerät er, je um ein drittheil, bis dasz er welket.
Mörike Ged. 101.
ein drittel der dritte theil eines thalers als eine besondere münze, wie drittelstück, drittelsthaler. so gibt es preuszische, hessische, sächsische drittel. man zahlt in dritteln.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1424, Z. 1.

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Zitationshilfe
„drittel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drittel>, abgerufen am 31.07.2021.

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