Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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dräuung, drohung, f.

dräuung drohung, f.
comminatio, ahd. drawunga drôunga Graff 5, 247. nd. drauinge Brem. wörterb. 1, 242, engl. threatening. der umlaut zeigt sich so häufig wie bei dräuen und mit gleichem wechsel zwischen äu eu öu und ô. trauwung Dasyp. 137ᶜ. Frischlin Nomencl. 165. tröuwung Maaler 409ᶜ. dräwung Henisch 744. dreuung drauung Stieler 331. dräuung Rädlein 200ᵇ. dreuung Steinbach 1, 290. drohung Frisch 1, 207ᶜ. s. bedräuung bedrohung. das erst stück das in die salb gehört, ist warnemung der ernstlichen tröwung got des herrn, der uns tröwet das wir müssen rechnung geben an dem jüngsten tag von einem jeglichen unnützen wort das wir reden Keisersberg Sünden des munds 52ᵃ. sehent zuͦ, disse erschröckliche treung solten ein menschen billich bewegen das er wüste wort meiden sol 62ᵇ. von unvernünftiger tröung 63ᵃ. denn man hette in der biblia trost, lehre, verheiszung und drewung Luther Tischreden 1ᵃ. grausame drawung 113ᵃ. die dräuwung mit der that vergleichen Kirchhof Wendunm. 477ᵃ. diese drewung gab dem ritter widerumb ein herz Amadis 185. ein landtag wegen der pfaffenhändel und der dräuung dasz Liegnitz sollte abgebrannt werden Schweinichen 3, 34. heftige dräwung Henisch 744.
darzu läszt sich auch niemandt strafen
mit keinem bösen noch mit guten,
mit drawung gottes und mit ruten
Wolgemut 2, 299.
weil du zornig bist,
und deine dreuung mir das mark und seele friszt.
Fleming 25.
disz sprichwort ist ein drewung hart
wider die kinder böser art
Eyering 1, 530.
mit harten dräuungen Schuppius 386. forderte mit gewalt und dräuung ihm trinken zu geben Olear. Rosenth. 3, 27.
und als er siht wie dasz kein flehen, keine bitt,
dazu drawungen auch statt wolten finden nit.
Dietr. v. d. Werder Ariost 13. 26, 4.
nicht des winterorkans drohungen achte der fisch.
Voss Tibull 2. 4, 14.
die drohungen meines herrn Göthe 8, 152. sie ahnte nichts von Eduards drohungen, wodurch ihr der aufenthalt neben Charlotten gesichert war 17, 175.
manches zornige wort und manche drohung vernahm er.
40, 213.
Agamemnon
liesz vom zanke nicht ab noch von der zürnenden dräuung.
Stolberg 11, 21.
es war eine drohung, aus welcher er wohl nimmermehr ernst gemacht hätte Schiller 194ᵇ. er sprach in drohungen gegen sie Gutzkow Ritter vom geiste 5, 498.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1349, Z. 71.

drohung, f.

drohung, f.
s. dräuung. drohnis.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1427, Z. 26.

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Zitationshilfe
„drohung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drohung>, abgerufen am 01.08.2021.

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