Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

druckkugel, f.

druckkugel, f.
1.
eine kugel die in das ohr eines pferdes gelegt wird, um es zum lauf anzuspornen. aus dem ohr die druckkugel graben J. Paul Flegelj. 1, 90.
2.
eine mine, womit man die gegenminen der belagerten angreift. der sphärische druck den das erdreich in der runde bis zu einer gewissen weite bei der sprengung einer mine erleidet. diese verdammte uhre der fürstin grinzte ihn überall an, wie eine druckkugel und pulvermine unter seinen füszen J. Paul Hesp. 3, 107. bildlich, an hofe fällt jeder, so gut er kann, mit druckkugeln, die Belidor aussann, seinen nächsten und dessen verwandten an ders. Teufelspapiere 2, 145.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1450, Z. 63.

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drinkbirne durchdrang
Zitationshilfe
„druckkugel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/druckkugel>, abgerufen am 07.12.2021.

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