Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

drumeln

drumeln
wie durmeln im kreise, im wirbel sich drehen, taumeln. trumeln Schmeller 1, 491. 492, drummeln Stalder 1, 313, drümmela Tobler 155ᵇ, trümlen, trumslen Schmid 144; s.turmeln türmeln. daher drümmel m. schwindel Stalder 1, 314. Tobler 155, trumsel Schmid 144, wie durmel Voc. pred. Ee iij. umbtrümlung hauptschwindel Fries. vergl. drumelich. da schlug das stadtpfert den wolf mitten an sein stirnen, das er umbtrumelt Steinhöwel (1487) 54ᵇ. und warf den beihel so kreftigklichen in den wolf das er umbtrumelt als ein rad 55ᵇ. der narr ist seines viehleibs nit gewaltig, sondern er ist trunken und drümmelt. jetzt in dem drümmeln ist der inner leib sein wol so viel gewaltig dasz er ausz ihm redt was der inner leib haben will Paracelsus 2, 179ᵃ. der aber drumlet, schwanket: der kann sich selbst nicht so viel heben dasz er ohn ein misztritt ein stegen aufsteigen möchte 205ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1457, Z. 9.

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drinkbirne durchdrang
Zitationshilfe
„drumeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/drumeln>, abgerufen am 29.07.2021.

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