Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

dudelsack, m.

dudelsack, m.
1.
sackpfeife Brem. wörterb. 1, 265. Stieler 311. 1658, polnischer bock Rädlein 204ᵃ.
dasz der so stäts den lautenklang bekömmt,
den tudelsack zuweilen doch vernimmt.
J. C. v. Schönborn bei Andr. Gryphius 2, 501.
sobald der dudelsack in seiner schenke klinget.
Canitz.
oft schallt hier bis zur zirbeldrüse
ein auserlesner dudelsack
Hagedorn 3, 118.
schmauchten mich nur ihre lippen
als ein paffchen krolltoback!
oder drückt an ihre rippen
sie mich als den dudelsack!
Hölty Petrarch. bettlerode str. 3. im Leipziger alm. der deutschen musen 1779. s. 238.
haben deutsche dudelsäcke
hirtenflötenrecht?
Michaelis Poet. werke 253.
den schäfer mit seinem hund und dudelsack Fr. Müller 1, 264. er (der betrunkene) ist so voll als ein dudelsack Lichtenberg 3, 76.
dudelsack hier schnarrend grell.
Anast. Grün Ged. 182.
2.
bildlich. a. der mit blut gefüllte schweinsmagen Castelli 117. b. schimpfname eines alten weibes Brem. wörterb. 1, 265.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1499, Z. 8.

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Zitationshilfe
„dudelsack“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dudelsack>, abgerufen am 07.12.2021.

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