Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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dunten, adv.

dunten, adv.
für da unten, drunten, im vorarlbergischen dun dunna Frommann Mundarten 3, 531. dunten Schmid Schwäb. wörterb. 148. da niden oder dunten Voc. incip. teut. d. Murner Luth. narr 830. 1368.
kein heimlicher ort in meinem haus
dann dunden in meinem keller
Uhland Volksl. 740, 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1566, Z. 40.

tunte, f.

tunte, f.,
mundartliches wort für 'weibsperson'; oberdt.: duntel, duntle ein wegen fette schwerfälliges weibsbild Stalder schweiz. id. 1, 327; dundel 'schlechtes weibsbild' Ochs bad. 1, 595; dund, n., 'dummes mädchen', dundel, n., Elsässer dundel 'Elsässerin', dundeneⁿ, n., 'dickes, dummes mädchen' u. ä. Martin-Lienhart elsäss. 2, 688; dundel 'schimpf- oder schmeichelwort für weibspersonen' Fischer schwäb. 2, 464; vgl. weiter roman. tunt in rum. tînt, it., span., portug. tonto 'dumm', die 'zeigen, dasz die lautgruppe tunt, vielleicht ursprünglich tnt, als schallwort zur bezeichnung eines albernen menschen verwendet wurde, wohl zunächst in nachahmung des lallens von geistig verkümmerten menschen' Meyer-Lübke 8988. auf niederdt. boden überwiegt tunte, tünte, nur im nordosten herrscht tuntel: tünte müsziggängerisches frauenzimmer, albernes frauenzimmer Woeste westf. 276; tüntel ein launenhaftes, eigensinniges frauenzimmer Köppen Dortmund 60; tunte zimperliches, albernes oder hochnasiges weib Böning Oldenburg 119; langsames frauenzimmer Brendicke Berliner wortsch. 185; verzärteltes frauenzimmer Meyer d. richtige Berliner 41; unordentliches weib Frederking Hahlen 147; schlafmützige person Teuchert neumärk. (1907) 243; vgl.tunt, m., tropf, ungeschickter mensch Mensing schles.-holst. 5, 183. im engeren sinne auch für 'gesicht', 'nase': tuntel das dicke, unfreundliche gesicht; die unbeholfene, langweilige person Lemke volksthümliches (1884) 1, 186. herabsetzende bezeichnung für nase Betcke Königsb. 62; er hat sich die tuntel begossen hat sich betrunken Frischbier 2, 415; Fischer Samland 92.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1812, Z. 52.

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Zitationshilfe
„dunten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dunten>, abgerufen am 07.12.2021.

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