Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchbeben

durchbeben,
erschüttern, bei freudigen und traurigen ereignissen innerlich bewegen. diese rede durchbebte sein innerstes mark Meiszner.
und ihr frommen die nie der verwesung schrecken durchbebte.
Klopstock.
mein geist von traurigkeit durchbebt
Gotter 1, 434.
der schmerz der mich durchbebt
2, 100.
der stimme ton, der stolz im angesichte
durchbebt das volk
2, 175.
ein nichts durchbebt das sorgenschwangre herz
2, 215.
die durchknirschten und durchbebten Circassier Klinger 10, 175.
ich aber durchbebt von inniger sehnsucht
Voss Odyssee 11, 204.
kleine winde durchbebten das land
ders.
ich wähne den hauch der die blätter umwebt
von deiner melodischen stimme durchbebt
Matthisson 174.
durchbebt dich auch
im abendhauch
des brudergeistes leises wehen
mit vorgefühl von wiedersehen?
208.
wonne durchbebt mich
Schiller.
von entzücken durchbebt
Heinr. v. Kleist Käthchen v. Heilbr. act 2, sc. 9.
euer schmerzensruf durchbebt mein herz
Arnim Schaubühne 2, 321.
wer gelder eingetrieben,
durchbebt die nacht vor dieben;
mir, der ich nichts besitze,
vergeht sie nach belieben
Platen 81ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1585, Z. 60.

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drinkbirne durchdrang
Zitationshilfe
„durchbeben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchbeben>, abgerufen am 07.12.2021.

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