Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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durchbeizen

durchbeizen,
mit einem ätzmittel, einer scharfen flüssigkeit durchdringen.
1.
untrennbar. bitterkalk durchbeizt das leder. (die taufe ist) gleich wie ein köstlicher trank, so man einem kranken zurichtet, welcher, ob er wol von wasser gemacht, doch so gar mit köstlicher würz und zucker durchbeiszet ist das darin kein wasser mehr zu schmecken ist Luther 6, 285ᵇ. ob man wol in diesen landen bisweilen auch weiszen agstein findet, der im wasser durchbeiszet und gereinigt und wol halben theil leichter worden Mathesius 51ᵇ. vergl. durchbeiszen 1 und beiszen ätzen. uneigentlich.
der Gebhart hat ein swachen nam,
wie wol er ist natürlich zam,
darumb das er ist ganz durchpaist
mit groszer gierhait man das haist
Wolkensteiner 26, 51.
2.
trennbar. das fleisch liegt im essig, ist aber noch nicht durchgebeizt. moos vom regen durchgebeizt Gotter 1, 458. uneigentlich. nachdem er sie (seine zuhörer) recht durchgebeizt hatte, zeigte er ihnen von weitem den weg der gefahr zu entrinnen Klinger 10, 174. daher.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1586, Z. 35.

durchbeizen, n.

durchbeizen, n.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1586, Z. 55.

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drinkbirne durchdrang
Zitationshilfe
„durchbeizen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchbeizen>, abgerufen am 01.08.2021.

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