Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

durchbeuteln

durchbeuteln,
kleie und mehl vermittelst der schüttelung eines beutels (bluteau) absondern, franz. bluter Beil 156. farinam excutere Stieler 142. per incerniculum excutere Nieremberg Deutschlat. wörterb. durchgebeuteltes mehl. bildlich. da es gilt, haben sie so ein weit gwissen und sib: man beutlet jung hund dardurch. würde man gar leichtlich in den schriften Livii, Virgilii, Taciti, Hippocratis, denen es doch in ewigkeit keiner gleich thun werde, wann man sie gar genau durchbeuteln wolte, noch etwas kleien übrig finden Schuppius 568. in einer gesellschaft, wo diese materie mit aller seichtigkeit, womit dergleichen speculative dinge in gesellschaftlichen gesprächen behandelt zu werden pflegen, durchgebeutelt wurde Wieland 15, 130. gelehrte vorräthe durchmustern und durchbeuteln Fr. Aug. Wolf Analekten 1, 187.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1587, Z. 22.

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Zitationshilfe
„durchbeuteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchbeuteln>, abgerufen am 30.05.2020.

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