Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchbrüchig, adj. und adv.

durchbrüchig, adj. und adv.
1.
zerbrechlich, was nicht stand hält, untreu ist; s. brüchig 2.
unstæte brichet gotes bot,
unstæte ist durchbrüchec
Liedersaal 2. 436, 131.
2.
der den durchlauf, durchbruch hat. durchbruchig laxus Voc. incip. teut. d 4. durchgengiger, durchpruchiger, durchscheisziger oder loser oder gerumpfer, laxus, solutus Voc. theut. 1482 f 3ᵇ. der herbst fängt sich gleich mit dem durchbrüchigen (durchbruch verursachenden) newen most an Fischart Groszm. 32. eine arznei die laxiert und durchbrüchig macht Geschwenk Bebelii h 3. wan aber nun das rosz darvon durchbrüchigk in dem leib wird und dünnen unflat von sich pferchet Zechendorfer 2, 54. wann ein rosz durchbrüchig ist und den auslauf hat, so lasz ich im am haupt Tabernäm. 769. wie durchläufig Rädlein 206.
3.
nasse durchbrüchige wiesen müssen auch im herbste mit der hütung verschont werden Preusz. landrecht 1. tit. 22, § 112. s. brüchicht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1595, Z. 60.

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drinkbirne durchdrang
Zitationshilfe
„durchbrüchig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchbr%C3%BCchig>, abgerufen am 07.12.2021.

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