Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchdreschen

durchdreschen,
1.
untrennbar, tüchtig völlig ausdreschen. uneigentlich, prügeln, quälen Schmeller 1, 416.
het nit der teufl her gfürt mein weib,
die mich hat also gar durchdroschen
das mir mein muth ist gar erloschen
H. Sachs 2. 4, 33ᵇ.
in dem ihm auch das licht erlasch,
grosz angst und forcht sein herz durchdrasch
ders.
2.
trennbar, das in reihen gelegte getreide bis zu ende dreschen. intransitiv, sie haben in der scheune erst einmal durchgedroschen. transitiv, eine lage durchdreschen oder herumdreschen seriem frumenti excutere tribulis Stieler 339. eine schicht stroh durchdreschen Steinbach 1, 292. uneigentlich, auf alltägliche weise durchsprechen. dieses kam wiederholt und immer durchgedroschen zur sprache Göthe 23, 25. um das gespräch zu beleben, um eine oft durchgedroschene materie wieder bedeutend zu machen, unterhielt ich mich und die freunde mit paradoxen 54, 289. durchprügeln, daher er sie mit der ofengabel, zur herzlichsten erbauung sämmtlicher zuschauer und bettler, weidlich durchdrosch Göthe 19, 116. verächtlich, treten, gehen. er drescht überall durch Schmeller 1, 416. eine verbotene art zu fischen Wirzb. fischerord. v. 1766.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1598, Z. 33.

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durchdonnern durchwirken
Zitationshilfe
„durchdreschen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchdreschen>, abgerufen am 27.11.2021.

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