Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchfall, m.

durchfall, m.
diarrhoea, wie durchbruch, durchflusz, bauchflusz, das abweichen Nemnich Lex. nosolog. Hupel Liefl. idiot. 54. Rädlein 1, 206. die gelindeste art dieser krankheit, wo die ausleerungen nicht mit fremden theilen vermischt sind; ist blut darunter, so heiszt sie ruhr, rothe ruhr : gehen unverdaute speisen damit ab, bauchflusz, speiseruhr. gratiola, gratia dei, wilder aurin, die Friauler nennens stancocavallo, weil die pferde die davon fressen den durchfall bekommen und also matt werden Hohberg 1, 566ᵃ. dasz ich einen durchfall bekommen Jucundiss. 175. den durchfall haben Frisch 1, 243. den durchfall stillen alvum sistere 1, 244.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1605, Z. 62.

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Zitationshilfe
„durchfall“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchfall>, abgerufen am 04.12.2021.

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