Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchfegen

durchfegen,
1.
untrennbar, durchdringen, zertheilen. der wind durchfegt die bäume. uneigentlich.
bei des herren fünf wunden, dem herzen der seligsten jungfrau,
bei der feurigen qual welche die seelen durchfegt
Göthe 1, 361.
und dies hangende haar, das lang die welle durchfeget
Voss.
2.
trennbar. a. eigentlich. völlig reinigen, auskehren wie ausfegen Stieler 452. das ganze haus ist durchgefegt von unten bis oben. b. uneigentlich. so habe ich doch noch zeit die mancherlei wider einander laufenden gedanken für dich noch durchzufegen Thümmel Reise 4, 220. nichts fegt und siebt unsere vorzüge und liebhabereien besser durch als eine fremde nachahmung der selben J. Paul Titan 2, 2. mit strengen worten tadeln, wie durchhecheln Stieler 452, niederd. dôrfêgen Schambach 45ᵃ. er hat ihn tüchtig durchgefegt ihm harte vorwürfe gemacht. durchprügeln, er hat den knaben mit einem haselstab durchgefegt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1607, Z. 11.

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Zitationshilfe
„durchfegen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchfegen>, abgerufen am 03.12.2021.

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