Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchgangsgerechtigkeit, f.

durchgangsgerechtigkeit, f.
das recht durch das haus, das grundstück eines andern zu gehen. er übte in jedem dorfe das ihm den bunten grund vorhielt, die durchgangsgerechtigkeit J. Paul Hesperus 1, 166. wir halten kirchen für häuser, bei welchen man die durchgangsgerechtigkeit nur im schlechten wetter ausübt ders. Dämmerungen 76. uneigentlich. die durchgangsgerechtigkeit durch ihr herz ausüben ders. Jubelsenior 209. diese kindliche unbefangenheit die einer offenen weiblichen herzkammer keine durchgangsgerechtigkeit, keine bresche ablauerte ders. Hesperus 3, 190. ihre kurze durchgangsgerechtigkeit durchs leben und die nahe wegscheide, an der sie nicht steine sondern blumen auf die andern pilger zurückwerfen wollte ders. Titan. 3, 73.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1615, Z. 33.

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Zitationshilfe
„durchgangsgerechtigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchgangsgerechtigkeit>, abgerufen am 06.12.2021.

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