Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchgrübeln

durchgrübeln,
mhd. Ben. 1, 563ᵃ. 1. wie durchgraben. sie hatten durchgribelt die innersten ort des erdreichs Petr. 28ᵃ. 2. uneigentlich, spitzfindig durchforschen, perscrutari, investigare. Rädlein sagt es sei gleichbedeutend mit durchstänkern 208ᵇ.
man sol niht sêre die heiligen schrift
durchgrübeln
Renner 13493.
am besten ist noch dasz die weisheit, nach dessen tode, seinen leichnam gleichsam durchgrübeln, die krankheiten und ursachen der übelregierten gemeine ersehen und solchen helfen kann Butschky Patmos 560.
durchgrübelte die schrift und weisheit der Chaldäer
Lohenstein 28.
durchgrüble nicht das einzigste geschick
Göthe 41, 220.
der fuchs heiszt in dem sächsischen Siebenbürgen der durchgriwwelt der listige, verschlagene Haltrich Thiersage s. 7.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1624, Z. 37.

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Zitationshilfe
„durchgrübeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchgr%C3%BCbeln>, abgerufen am 06.12.2021.

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