durchgreifen
Fundstelle: Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1624, Z. 10
1.
durch eine öffnung greifen. der knabe machte eine öffnung in der hecke, griff durch und pflückte blumen im garten des nachbars. durch häufiges angreifen abnutzen, durchlöchern. das buch ist viel gelesen worden, und die blätter sind fast alle durchgegriffen.
2.
uneigentlich, kräftige, entscheidende mittel, sein ansehen gebrauchen. die andern waren unschlüssig und zauderten, er aber griff durch. er war schwach und liesz die sache gehen, aber sein nachfolger wuszte durchzugreifen. man hat guten willen zu helfen und thut einiges, aber man greift nicht durch.
Zitationshilfe
„durchgreifen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchgreifen>, abgerufen am 22.01.2018.

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