Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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durchhau, m.

durchhau, m.
wie durchhauung, durchhieb Beil 156. der durchhau des waldes zur anlegung eines weges, einer landstrasze. vergl. anhau. aushau. verhau.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1626, Z. 5.

durchhauen

durchhauen,
zerspalten, zerreiszen, zertheilen, entzwei schneiden, discindere, dissecare Maaler 94ᵇ. Henisch 773, mhd. durchhouwen Ben. 1, 721ᵇ, niederl. doorhouwen. das starke praet. durchhieb wird jetzt seltner gebraucht, aber das part. praet. bleibt stark.
1.
untrennbar. einen wald durchhauen um einen weg durchzuführen, oder eine aussicht zu gewinnen. ein durchhauener wald silva intercisa Steinbach 1, 709. einen berg durchhauen das.; s. aushauen 5.
er hete durch ir liebe daz wal dicke durchhouwen
Gudrun 1530, 4.
dâ von vil orse durchhouwen wart an sîten
Lohengr. 4490.
ein harnisch den noch nie ein riesenschwerd durchhauen
und stangen waffnen sie
Zachariä Renommist 5, 139.
im bügel steht er auf, zielt mit vertrauen
dem feinde nach dem helm und denkt nunmehr
er werd ihn sicher bis zur brust durchhauen
Gries Ariostos rasender Roland 30, 57.
den riesen Rhadamant den, wie ich schaute,
dein schwert da wo der gürtel ist durchhaute
ders. Bojardo 1. 16, 38.
und schon bedünkt den falschen bösewicht
den fels umher durchhauen zu gewahren
und nieder stürzen schon des steins gewicht
1. 15, 48.
2.
trennbar. a. mit einem schwert, einer axt. er hat den baum durchgehauen.
durchgehauen zuckten im sande die kleinen schlangen
Klopstock.
er haue durch, geradaus durch (im gebüsch)
ders. Hermann.
federn werden kritzeln wo sonst unsere schwerter durchhauten Schiller Räuber Manheimer theaterausg. aufz. 1, 4.
und es zerborst der umflatterte helm um die schärfe des speeres,
durch von der mächtigen lanze gehaun und der nervichten rechte
Voss Ilias 17, 296.
weh dem der unter seinen (Rinalds) degen kam!
denn mann und rüstung haut er durch wie rahm
(li omini e l'arme taglia come un latte)
Gries Bojardo 2. 3, 51.
ähnlich im gemeinen leben, durchhauen wie durch einen butterweck, so leicht. b. reflexiv, durch die feinde sich durchhauen, wie durchschlagen, mit dem schwert durch die feinde sich einen weg bahnen Frisch 1, 424ᵃ. Steinbach 1, 709. c. bildlich, den knoten durchhauen das unauflösbare, zweifelhafte gewaltsam entscheiden.
beid zupftest du an Platons groszem knoten
der durchgehauen oft doch nie entknötet ward
Klamer Schmidt 53.
d. durchprügeln. halsstarrige kinder musz man rechtschaffen durchhauen Stieler 789. einen mit der ruthe durchhauen Frisch 1, 424ᵃ. deshalb wurde er über den armen buben zornig, lief hinaus und haute ihn tüchtig durch Zingerle Hausmärchen 2, 11. sondern ihn, weil er die böse frau in schutz nehmen wollte, mit der peitsche durchhieb Gutzkow Ritter vom geiste 5, 471.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1626, Z. 14.

durchhieb, m.

durchhieb, m.
wie durchhau.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1628, Z. 37.

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Zitationshilfe
„durchhauen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchhauen>, abgerufen am 03.12.2021.

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