Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchheulen

durchheulen,
mit geheul erfüllen, durchdringen. in der nacht durchheulte ein hund den hof. wölfe durchheulen die thäler. der wind durchheult die straszen.
der eichbaum lehret es; denn, noch in dem er sprach,
schwang sich ein nordwind auf, der wild die flur durchheulte,
mit starken fittigen die schwarzen lüfte theilte
und brausend auf den eichbaum eilte
J. A. Schlegel Fabeln 133.
Minervens aftersohn (die in einen pedanten verwandelte eule) der in die welt itzt eilte,
blieb immer was er war, als er das thal durchheulte,
weil er, als mensch, den tag in stuben itzt verschrieb,
wie er den tag hindurch, als eul, im neste blieb
262.
die stürme durchheulen die luft
Ramler 1, 12.
sein weib und kind durchheult um ihn
den sturm, ohn hüll und glut (ohne kleider und feuer)
Voss 4, 169.
(dir) will ich im blumentopf junge rosen erziehen,
wann der winter die flur durchheult
Hölty 61.
der bebende zöllner mit weib und kind
durchheulte nach rettung den strom und den wind
Bürger 37ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1628, Z. 15.

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durchdonnern durchwirken
Zitationshilfe
„durchheulen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchheulen>, abgerufen am 29.11.2021.

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