Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchkauen

durchkauen
durchkäuen, wie zerkauen, mit den zähnen zermalmen, klein kauen. 1. untrennbar. das vieh pflegt seine nahrung wol zu durchkauen. 2. trennbar. das rind kaut sein futter nochmals durch. uneigentlich, bis zum überdrusz einen gedanken wiederholen. ist an dem kleinen gedanken noch wohl etwas gesundes geblieben, nachdem er so durchgekäuet worden? Dusch. reflexiv, sich durchkäuen. handelt der mensch nicht als müszte sein lebenssteig eine brücke zusammengeschobener honigwaben sein, durch die er sich natternartig durchzukäuen habe J. Paul Hesp. 3, 182.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1631, Z. 77.

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Zitationshilfe
„durchkauen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchkauen>, abgerufen am 27.11.2021.

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