Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchnetzen

durchnetzen,
wie durchnässen.
der (richtplatz) aller mit blut ward durchnetzt
H. Sachs 4. 1, 113ᵃ.
sihst nit die fischer auf dem meer
werden allmal durchnetzet sehr,
wenn sie fischen mit dem fischgarn
4. 2, 108ᶜ.
die (liebesbriefe) oft wir beiderseits mit thränen ganz durchnetzet
A. Gryphius 1, 221.
da das erdreich durchnetzt und durch die vorige winterkälte mürbe genug geworden Kant 9, 15. er weinte so lange und so heftig dasz sein hauptkissen ganz davon durchnetzt wurde Wieland 1, 304.
ja kein gieszender regen durchnetzte sie (die büsche), so in einander
war verschränkt ihr dichtes gezweig
Voss Odyssee 5, 480.
dasz nicht etwa vom himmel ein schwarzes gewölk dich umhülle
und dir durchnetze den leib und die triefenden kleider
ders. Hesiod 51, 556.
durchnetzte mich ein regenschauer, so war das fieber mir gewisz Göthe 17, 19.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1651, Z. 70.

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Zitationshilfe
„durchnetzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchnetzen>, abgerufen am 01.12.2021.

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